Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Bücher

Buchblog "Leselaunen"

Da der Titel des Blogs hier nicht wirklich zu meinen Buchrezensionen passt, auf die ich momentan wieder viel Lust habe, hab ich kurzerhand eine eigene Seite dafür eröffnet.

Ihr findet meine Rezensionen und alles rund um Bücher auf Leselaunen

Hier wird aber weiterhin geschnawwelt werden :-)

Sonja 19.01.2023, 12.12 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Montagsfrage: Verleugnete Bücher

Nachdem ich gestern das Buch von Prinz Harry vorgestellt habe, lese ich heute eine ziemlich passende Montagsfrage dazu (jaja, ich weiß, es ist Mittwoch...)

Habt ihr schonmal verleugnet, ein (umstrittenes) Buch zu mögen?

Unter "umstrittene Bücher" würde ich persönlich jetzt die zählen, die irgendwie jeder zu kennen scheint und die polarisieren. Denn im Prinzip ist eigentlich jedes Buch "umstritten", ich habe nie eine einhellige Meinung zu einem Buch gefunden. Aber nur wenige Bücher schaffen es in die breite öffentliche Diskussion. Spontan fällt mir da "Shades of Grey" ein. Hab ich gelesen, aber nicht gemocht. Oder auch "Twilight". Ebenfalls gelesen und nicht gemocht.

Ganz aktuell dürfte so ein Buch "Reserve" von Prinz Harry sein. 

Wie ihr wisst, hab ich es gelesen, fand es eigentlich gut lesbar, aber dennoch ziemlich überflüssig. Aber: selbst wenn ich es gemocht hätte, hätte ich kein Problem damit, es zu erzählen. 

Was mir aber durchaus hin und wieder Probleme bereitet: Darüber zu reden, dass ich ein Buch, das viele als "Trash" bezeichnen würden, tatsächlich gekauft habe und lese. "Waaaas, du gibst dem Verlag/dem Harry Geld für *dieses* Buch?" (Ich hab schon mehr Geld für schlechtere Bücher ausgegeben...). "DU liest das Buch? Das ist doch nur Klatsch & Tratsch." (Aha? Sagt wer? Und wieso sollte ICH es nicht auch lesen?)
Ich habe oft keine Lust, mich für meine Käufe zu rechtfertigen und verschweige sie dann doch mal ganz gern, bis ich mir eine Meinung dazu gebildet habe. Die allerdings darf dann jede/jeder gern hören. 

Wie sieht es bei euch aus?

Sonja 18.01.2023, 08.42 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL

Prinz Harry und seine Selbstwahrnehmung


Nein, eigentlich interessiere ich mich nicht für die Royals. Die Queen war für mich eher eine Kultfigur, ihr Familienleben ging so ziemlich an mir vorbei.
Ok, ich befand mich in dem Jahr, in dem Prinz Di ums Leben kam, in England und die Atmosphäre dort war etwas seltsam, aber alles in allem hab ich wenig mitbekommen von der königlichen Familie.

Warum ich dieses Buch dennoch gekauft und gelesen habe? Weil in meinem Freundes- und Bekanntenkreis lebhaft darüber diskutiert wurde oder - genauer gesagt - über irgendwelche Zitate aus dubiosen Internetquellen. Gelesen hatte es von diesen Menschen um mich herum niemand, aber alle hatten eine Meinung. 

Ich wollte wissen, was wirklich dran ist an all den Stories, denn ich bin der Presse gegenüber in den letzten Jahren immer skeptischer geworden, selbst gegenüber sog. "seriösen" Quellen. 

Ok, nun zum Buch:
Seit dem Tod seiner Mutter, die von penetranten Journalisten verfolgt wurde, hasst der Prinz Reporter und Co. Immer wieder hat er mit Lügen über seine Person zu kämpfen und niemand aus seiner Familie greift ein. Es spitzt sich zu, als man auch seiner Frau zusetzt und sie verlassen England.
Dieses Werk ist nun der Versuch, seine eigene Geschichte selbst zu erzählen, statt es anderen zu überlassen. Problem: Er ist gut behütet aufgewachsen, kennt in seinem doch noch recht kurzem Leben außer Trauer, Schule, Partys, Drogen, seiner Militärausbildung und den Einsätzen (mit Bodyguards), Frauen, Partys, Trauer,... nicht viel. So wirkt es ein wenig seltsam, wenn er seitenweise über seine Zeit bei der Armee erzählt oder seine Ausflüge in die Arktis/Antarktis. Dazwischen wird lediglich sein Hass auf die Presse zu einem interessanten Intermezzo.

Alles in allem ist es eine recht harmlose Darstellung eines privilegiert weißen Mannes, der - wie so viele andere auch - Probleme mit der Familie hat und sein Kindheitstraume noch verarbeiten muss. Stellenweise hat der Ghostwriter auch ziemlich dick aufgetragen.

Achso, die zitierten Onlineartikel - ich hab sie nicht alle gelesen, aber wie erwartet werden oft Sätze aus dem Zusammenhang genommen, um die Schreiberei dramatischer wirken zu lassen und Klicks zu ergattern. Wer hätte es gedacht...

Ich finde, die Welt braucht diese Memoiren nicht wirklich. Wenn überhaupt, dann werfen sie ein noch komischeres Bild auf Harry, seine Familie und die Einrichtung des englischen Königshauses allgemein. 

Muss man nicht lesen. Was meint ihr?

Sonja 17.01.2023, 08.07 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Krieg und Frieden


Ich hoffe, ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr!

Ich beginne 2023 mit einem fetten Klassiker. Warum? Weil ich dieses Jahr nicht nur Bücher zur Unterhaltung lesen will, sondern auch solche, aus denen ich etwas für mich lernen/mitnehmen kann. 

Ich nehme an einem Onlineliteraturclub teil, in dem klassische Werke intensiv beleuchtet und besprochen werden. Wir beginnen mit "Krieg und Frieden" von Leo Tolstoi. 
Ich muss ja gestehen, dass ich der russischen Literatur skeptisch gegenüberstehe. Ich verbinde das mit schweren Themen und viel Trübsinn ;-) Aber das sind eigentlich nur Vorurteile, weil ich noch gar nicht so viele russische Werke gelesen habe. 

Jedenfalls bin ich sehr gespannt, was mein neues Abenteuer mir bringen wird.

Habt ihr "Krieg und Frieden" gelesen? Wie hat es euch gefallen?

Sonja 03.01.2023, 09.03 | (0/0) Kommentare | PL

Montagsfrage #37

Wordworld stellt heute die buchige Montagsfrage:

Wie informiert oder involviert seid ihr bei öffentlichen Diskussionen über Bücher bzw. Autorinnen und Autoren?

Zunächst einmal bekomme ich viele Diskussionen nur am Rande mit. Ich interessiere mich herzlich wenig für Dramen, die sich in gewissen Sparten abspielen (gilt auch für Film, Musik,...). Interessiert mich eine Sache aber tatsächlich aus dem ein oder anderen Grund, dann versuche ich, bis zur eigentlichen Quelle zu recherchieren, um mir mein eigenes Bild zu machen. Meist gehe ich nach dem Prinzip "in dubio pro reo" vor, aber manche Dinge, die ich dann lese, sind auch einfach nur zum Fremdschämen. In so einem Fall ziehe ich daraus meine persönliche Konsequenzen, versuche aber nicht, andere Menschen von der Meinung, die ich mir gebildet habe, zu überzeugen. 

Internetquellen sind ohnehin mit Vorsicht zu genießen. Es gibt so viele Falschinformationen und -darstellungen, dass ich mittlerweile selbst eigentlich "seriösen" Nachrichtenseiten mit einer gewissen Skepsis gegenübertrete. Auch Fernsehinterviews sind nicht selten manipulativ und betrachten nur einen winzigen Ausschnitt eines Gesamtbildes. 

Ich halte mich deswegen aus öffentlichen Diskussionen heraus, soweit es geht. In vielen Fällen kann ich nicht einmal aus der Sicht einer Betroffenen argumentieren, was es für mich dann noch schwieriger macht, mich fundiert einzubringen. 

Last but not least: Es gäbe ohnehin viel mehr über Bücher und ihre Messages zu sagen, als das, was gerade aus irgendwelchen Gründen Klicks und damit Geld bringt. Ans Licht gezerrt werden nur sehr spezielle Themen, aber das, was man in Masse liest, ist eigentlich auch kritisch zu betrachten (für mich wären das beispielsweise die Bücher von Frau Hoover).

Sonja 12.09.2022, 09.40 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Chloe Gong - These Violent Delights

 "1926 – Shanghai pulsiert im Rhythmus der Ausschweifungen.
Eine Blutfehde zwischen zwei Banden färbt die Straßen rot und lässt die Stadt hilflos im Chaos versinken. Im Zentrum des Geschehens steht die achtzehnjährige Juliette Cai, eine emanzipierte junge Frau, die die stolze Nachfolgerin an der Spitze der kriminellen Scarlet Gang werden will. Ihre einzigen Rivalen an der Macht sind die White Flowers, die die Scarlets seit Generationen bekämpfen. Jeder Schritt der White Flowers wird von Roma Montagov geplant, Juliettes erster Liebe ... und ihrem ersten Verrat.
Doch als Gerüchte über eine Krankheit umgehen, die in den Wahnsinn treibt, und sich die Todesfälle häufen, müssen Juliette und Roma ihre Waffen – und ihren Groll – beiseitelegen und zusammenarbeiten. Denn wenn sie dieses tödliche Chaos nicht aufhalten, wird es keine Stadt mehr geben, die sie regieren können."

Wer den Klappentext liest und über die Namen "Roma" und "Juliette" stolpert, wird sehr schnell merken, dass es sich bei dieser Geschichte um eine Nacherzählung von "Rome und Julia" handelt - aber nur sehr, sehr lose. Es ist ähnlich genug, um Bekanntes zu entdecken, aber auch fremd genug, um die Spannung zu erhalten. Richtig gut gelungen fand ich das Horrorelement in dieser Geschichte. Das hat dem Ganzen etwas Besonderes verliehen. 

"These Violent Delights" (deutsch: "Welch grausame Gnade") ist der erste Band einer Dilogie, d.h. es gibt ein offenes Ende. Ich muss nun unbedingt den zweiten Band bestellen!

Sonja 27.07.2022, 07.53 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Blake Crouch - Update

 "Upgrade" ist das neueste Buch von Blake Crouch, der mit "Dark Matter" ziemlich bekannt wurde. 

Wir befinden uns in der Zukunft nach einer großen Hungerkatastrophe.
Logan wird zu einem Einsatzort gerufen, bei dem alles schief geht und er im Krankenhaus landet. Kurze Zeit später merkt er, dass sich sein Körper verändert. Seine größten Befürchtungen werden wahr, als er erfährt, dass seine Gene ein Upgrade bekommen haben. Und dies alles ist Teil eines größeren Plans, den nur er wird verhindern können...

Das Buch beginnt eigentlich sehr vielversprechend. Die Idee ist zwar nicht unbedingt neu, aber das Setting ist spannend. Aber leider macht Crouch aus der Idee nicht wirklich etwas. Er verliert sich in Actionszenen, die so wirken, als wären sie für eine Verfilmung geschrieben. Dazwischen wirft er Rechercheinfos in den Text, die meiner Meinung nach viel zu wissenschaftlich und unverständlich sind. Sie werfen Leser:innen wie mich ohne Backgroundwissen immer wieder aus der Geschichte hinaus.
Auch die Charaktere reißen nichts raus. Sie sind flach und erinnern einfach nur an stereotypische Superheld:innen ohne Seele, ohne Persönlichkeit.

Kein Buch, das man gelesen haben sollte. 

Sonja 21.07.2022, 07.36 | (0/0) Kommentare | PL

Jay Kristoff - Empire of the Vampire #1

"Vor 27 Jahren ging die Sonne unter – und seitdem sind die Armeen der Vampire auf dem Vormarsch. Stück für Stück haben sie ihr ewiges Reich ausgedehnt und den Menschen den Boden streitig gemacht, bis nur noch an wenigen Orten ein unbeschwertes Leben möglich ist. Kleine Inseln des Lichts in einem Meer aus ewiger Finsternis.
Als der junge Gabriel de León sein Heimatdorf verlassen muss, führt ihn sein Weg nach San Michon, zum Orden der Silberwächter, einer heiligen Bruderschaft, die das Reich und die Kirche gegen den Ansturm der Bestien verteidigt. Und noch ahnt er nicht, dass er zur größten Legende des Ordens werden wird – und zur letzten Hoffnung einer sterbenden Welt."

Die alten Sachen von Jay Kristoff finde ich richtig gut und bei jedem neuen Buch hoffe ich, dass es an die früheren Romane rankommt. Viele enttäuschen mich jedoch. So auch dieses.
Eigentlich dreht sich alles nur um einen Vampir, der als ein Niemand begonnen hat, dann durch die Umstände dazu gezwungen wurde, seine Kräfte auszuloten und einzusetzen. Kurz: Viel Testosteron, wenig Story...

Die Frauenfiguren sind leider auch ein Witz. Entweder es sind kluge, aber schutzbedürftige Sidekicks oder "gefährliche Vamps". 

Ein paar Szenen sind unglaublich detailreich geschildert, bringen aber die Geschichte nicht voran. Andere sind total lieblos und zäh.
Ich kann nicht einmal sagen, worauf es hinauslaufen soll. Ich habe kurz nach der Hälfte abgebrochen, weil ich es einfach nur überflüssig fand. 

Sonja 15.07.2022, 09.21 | (0/0) Kommentare | PL

Öffentliche Bücherschränke im Saarland


Ich mag öffentliche Bücherschränke und habe schon so ein paar im Saarland besucht. 
Heute standen zwei auf meiner Liste, für die ich ins schöne Mandelbachtal gefahren bin. 

Die blaue Telefonzelle steht in Ormesheim am Raiffeisenmarkt. 
Das hübsche und sehr geräumige Häuschen befindet sich im Ortskern von Wittersheim
Beide Schränke waren super gepflegt und ordentlich. 
Ein paar Bücher habe ich dort gelassen, ein paar mitgenommen. 

Eine Übersicht zu öffentlichen Bücherschränken im Saarland findet man auf der Webseite vom Entsorgungsverband Saar. 

Sonja 14.07.2022, 12.35 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Anders de la Motte - Spätsommermord

"Im August 1990 zelten fünf Jugendfreunde an einem stillgelegten Steinbruch in Süd-Schwede
n. Sie haben die Schule beendet, heute Nacht wollen sie zum letzten Mal diesen Sommer baden und dann erwartet sie das richtige Leben. Aber als der Morgen graut und der erste Herbst-Regen fällt, liegt einer der Freunde tot im dunklen Wasser. Ein tragischer Unfall, lautet das Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen … aber viele in der kleinen Kommune Nedanås zweifeln daran.

Als siebenundzwanzig Jahre später Anna Vesper von der Mordkommission Stockholm, auf der Flucht vor einer ganz persönlichen Tragödie, nach Nedanås zieht, setzen sich die Dinge wieder in Bewegung. Ein neuer, makaberer Todesfall ereignet sich, der eine Verbindung zu den Ereignissen im Steinbruch zu haben scheint, und bald werden Anna und ihre Teenager-Tochter in den alten Konflikt hineingezogen. Während Anna zugleich verzweifelt versucht, ihr eigenes Geheimnis zu wahren, nimmt sie die Ermittlungen auf. Was sie herausfindet, ist ebenso erschütternd wie gefährlich für ihr eigenes Leben … "


Wieder habe ich ein Flohmarktbuch gelesen. Zunächst tröpfelt die Geschichte ein wenig vor sich hin und springt zwischen zwei unterschiedlichen Zeiten hin und her. Allerdings sind die Charaktere interessant genug, um dranzubleiben und weiterzulesen. 
Am Ende nimmt die Spannung dann ziemlich schnell an Fahrt auf, doch die Auflösung vermag nicht so recht zu überzeugen. Sie kommt ein wenig aus dem Nichts, ist aber durchaus nachvollziehbar, 
Kann man als Sommerlektüre mal lesen, aber gibt insgesamt nicht arg viel her,

Sonja 07.07.2022, 19.09 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

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